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Berufe und KI

„KI-sichere Berufe“ gibt es nicht – KI-robuste schon

Kein Beruf bleibt von Künstlicher Intelligenz unberührt, und niemand kann das seriös zusagen. Was sich zeigen lässt: welche Berufe Fähigkeiten brauchen, bei denen Technik weit zurückliegt – auch dann, wenn KI noch einen Schritt zulegt. In diesen Berufen werden Menschen voraussichtlich weiter gebraucht.

Wie stark Berufe auf Menschen angewiesen sind

Jeder Beruf auf StayNeeded trägt den StayNeeded-Faktor: eines von vier Wörtern statt einer Zahl. So verteilen sich die Berufe heute.

Mensch sehr gefragt
122 von 464 BerufenGleich mehrere Fähigkeiten, bei denen Technik noch weit weg ist.
Mensch gefragt
251 von 464 BerufenDie wichtigsten Leistungen brauchen eine Fähigkeit, die Technik nicht erreicht.
Mensch teils gefragt
61 von 464 BerufenDer Kern ist technisch gut abgedeckt, einzelne Leistungen bleiben menschlich.
Mensch kaum gefragt
30 von 464 BerufenUnsere Daten zeigen keine Fähigkeit, die klar beim Menschen bleibt.

122 Berufe, in denen der Mensch sehr gefragt bleibt

Diese Berufe stehen auf der obersten Stufe, „Mensch sehr gefragt“: Sie brauchen gleich mehrere Fähigkeiten, bei denen Technik noch weit weg ist. Innerhalb der Stufe gibt es keine Rangfolge – die Liste ist nach Berufsfeld und Name geordnet.

Gesundheit, Medizin & Pflege

Infrastruktur, Verkehr & Sicherheit

Tourismus, Gastronomie & Dienstleistungen

Agrar, Natur & Lebensmittel

Bildung, Soziales & Beratung

Medien, Kultur & Gestaltung

Bau, Ausbau & Gebäudetechnik

Textil, Mode, Kosmetik & persönliche Dienste

Energie, Umwelt & Versorgung

Industrie, Metall & Fahrzeugtechnik

Recht, Verwaltung & Regulierung

Wirtschaft, Finanzen & Organisation

Chemie, Pharma, Werkstoffe & Produktion

Daten, KI & Forschung

Weitere 251 Berufe stehen auf der Stufe „Mensch gefragt“: Ihre wichtigsten Leistungen brauchen mindestens eine Fähigkeit, die Technik nicht erreicht. Alle Berufe durchsuchen.

Was KI-robuste Berufe gemeinsam haben

Wir fassen die Fähigkeiten, bei denen die OECD den Abstand zwischen Mensch und Technik misst, zu drei Gruppen zusammen:

  • Kopf – Sprache, Problemlösen, das eigene Denken prüfen, Wissen und der Umgang mit Menschen.
  • Hand – Sehen, Handgeschick und Bewegung in einer Umgebung, die sich ändert.
  • Gestalten – Neues entwerfen, wo es keine Vorlage gibt.

Gerechnet wird mit einer KI, die noch einen Schritt zulegt. Bleibt danach in zwei oder drei dieser Gruppen ein deutlicher Abstand, steht ein Beruf auf der obersten Stufe. Bleibt er nur in einer, entscheidet, ob die wichtigsten Leistungen des Berufs daran hängen oder nur Randaufgaben.

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Häufige Fragen

Gibt es KI-sichere Berufe?
Nicht im Wortsinn. Niemand kann zusagen, dass ein Beruf von KI unberührt bleibt. Man kann aber zeigen, welche Berufe Fähigkeiten brauchen, bei denen Technik weit zurückliegt – auch wenn KI noch einen Schritt zulegt. Diese Berufe nennen wir KI-robust.
Welche Berufe kann KI am schwersten ersetzen?
Berufe, die gleich mehrere solcher Fähigkeiten verlangen: den Umgang mit Menschen, Handgeschick und Bewegung in einer Umgebung, die sich ständig ändert, oder das Entwerfen von Neuem ohne Vorlage. Auf StayNeeded stehen sie auf der Stufe „Mensch sehr gefragt“.
Gibt es Jobs ohne KI?
Ob in einem Beruf KI eingesetzt wird, entscheiden Betriebe, Kosten und Regeln – das misst der StayNeeded-Faktor nicht. Er zeigt, ob der Kern der Arbeit Fähigkeiten braucht, die Technik nicht erreicht. In solchen Berufen ist KI eher Werkzeug als Ersatz.
Heißt „Mensch sehr gefragt“, dass ich dort sicher eine Stelle finde?
Nein. Der Faktor sagt nichts über den Arbeitsmarkt, das Einkommen oder darüber, ob ein Beruf zu dir passt. Er beschreibt nur den Abstand zwischen dem, was ein Beruf verlangt, und dem, was KI und Robotik können.
Woher kommen die Einstufungen?
Aus zwei veröffentlichten Datensätzen: den Berufsprofilen der O*NET-Datenbank des US-Arbeitsministeriums und dem AI Capability Gap Index der OECD. Wie wir sie verbinden, steht vollständig in der Methodik.

Der StayNeeded-Faktor ist eine Einordnung, keine Zusage und keine Vorhersage. Datengrundlage, Lizenzangaben und Rechenweg stehen in der Methodik; Begriffe wie Substituierbarkeitspotenzial erklärt das Glossar.